Die bei weitem grössere Hälfte des Bilderschaffens von Otto Bruderer sind Figuren und Gestalten. In den Menschen spiegelt sich die Welt.
Da gibt es die Pariserin, wohl ein Porträt, ein individuelles Frauengesicht, das mit seinen kecken Farbkombinationen über sich hinausweist. Und dann die satirisch überzeichneten Charaktere, bei denen nicht nur das Gesicht, sondern die ganze Gestalt Maske ist.
Nicht weit ist’s bis zum Clown. Doch der braucht die Maske, um ehrlich zu sein.
Und noch einmal weiter hinaus- und hinaufweisend: die Engelgestalten. Bruderer gehört freilich nicht zu den Kündern esoterischen Engelsglaubens. Bei ihm sind es reale Botschaften und Mahnungen, denen das hörende Ohr und das sehende Auge Flügel beilegt.